Neue Eigentümer bei der WRW Westfälische Rohrwerke GmbH

Die österreichische Sonnenhof GmbH mit Sitz in Lienz hat mit Wirkung zum 1. März 2021 die insolvente WRW Westfälische Rohrwerke GmbH mit Sitz in Ahlen, Westf., übernommen.

Sie wird das Unternehmen fortführen und die bestehenden Arbeitsplätze erhalten. Sieben Monate nach dem Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung ist damit der Fortbestand des Geschäftsbetriebs der WRW im Interesse der Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten gesichert.

Die WRW ist einer der führenden Entwickler und Hersteller von Mehrschichtverbundrohren für die Haustechnik und Industrie in Europa. Das 2004 gegründete Unternehmen geriet Ende Juli 2020 in Zahlungsschwierigkeiten und sah sich zur Insolvenzantragstellung (in Eigenverwaltung) gezwungen. Der daraufhin eingeleitete Sanierungsprozess erforderte neben Maßnahmen zur Umstrukturierung und der Vertriebsoptimierung auch Anpassungen im Bereich der Personalstruktur. Durch die Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen konnte das Unternehmen in den zurückliegenden Monaten operativ neu aufgestellt werden, sodass alle Beteiligten von der nun gefundenen Lösung für die WRW überzeugt sind. „Mit der Hilfe unserer Restrukturierungsberater und des Einsatzes des Sachwalters ist es gelungen, eine stabile Situation für das operative Geschäft zu schaffen, und die Produktion und den regulären Geschäftsbetrieb aufrecht zu erhalten. So konnten wir die die strategische Neuausrichtung vorbereiten.“, berichtet Gerhard Auental, Mitgründer und geschäftsführender Gesellschafter der WRW.

Während der Eigenverwaltung wurde die Geschäftsführung der WRW von Frederik Wittop, Partner von MONTAG & MONTAG Unternehmensberater, sowie von Dr. Boris Ober und Dr. Sebastian Hagemann, Rechtsanwälte und Partner der REITZE WILKEN Rechtsanwälte, begleitet.

Die Überwachungsfunktion oblag dem vom Amtsgericht Münster bestellten Rechtsanwalt Michael Mönig, namensgebende Partner der MÖNIG Wirtschaftskanzlei.

Martin Troyer, geschäftsführender Gesellschafter der neu gegründeten Erwerbergesellschaft ‚WRW Pipes GmbH‘, äußert sich in Bezug auf die Zukunftsaussichten zuversichtlich: „Aufgrund des weiterhin wachsenden Bedarfs an Mehrschichtverbundrohren, sehen wir ein enormes Wachstumspotenzial in Deutschland, Europa und darüber hinaus.“ Innovationen und Digitalisierung sollen auch Weiterhin das Wachstum sicherstellen.

Mit dem Erwerb der WRW erschließt sich die Sonnenhof Gruppe, die in den Bereichen Bauzulieferer und Immobilien tätig ist, ein neues Geschäftsfeld und beschäftigt jetzt insgesamt ca. 500 Mitarbeiter mit Werken in Deutschland, Frankreich und Rumänien.

Über MONTAG & MONTAG Unternehmensberater
MONTAG & MONTAG ist eine im Jahr 2012 gegründete Unternehmensberatungsgesellschaft, spezialisiert auf die Bereiche Corporate Finance und Transaktionsberatung sowie Restrukturierungs- und Sanierungsberatung. Die Mitarbeiter der Partnerschaft beraten Unternehmens- und Bankenvertreter, aber auch Insolvenzverwalter und Sachwalter in unterschiedlichen Sondersituationen von zumeist mittelständisch geprägten Unternehmen, auch im Rahmen einer möglichen Unternehmensnachfolge.

Über REITZE WILKEN Rechtsanwälte
REITZE WILKEN berät hochqualifiziert in den Bereichen Restructuring, Corporate und Litigation. Das Team von REITZE WILKEN gestaltet Restrukturierungen, Reorganisationen und Transaktionen. Die Partner verfügen über langjährige Erfahrung in den Beratungsbereichen.

Über MÖNIG Wirtschaftskanzlei
Der als Insolvenzverwalter berufene Rechtsanwalt Michael Mönig ist Partner der bundesweit tätigen Sozietät Mönig Wirtschaftskanzlei mit Standorten in Münster, Bochum, Bottrop, Bielefeld, Düsseldorf, Dortmund, Großefehn und Soest. Die Sozietät ist unter anderem auf Sanierungen, Restrukturierungen, Insolvenzen und Unternehmensrecht spezialisiert. Die Experten der Mönig Wirtschaftskanzlei werden regelmäßig bei Restrukturierungen von Unternehmen unterschiedlichster Branchen mandatiert und von den Gerichten zu Insolvenzverwaltern und Sachwaltern bestellt.